Berechnung & Kalkulation
Photovoltaik Gewinn
Der Gewinn einer Photovoltaik-Anlage ergibt sich aus dem Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben. Übersteigen die Einahmen die Kosten wächst der Gesamtgewinn mit der Anlagengröße. Weil die zur Verfügung stehende Generator-Nutzfläche in der Regel begrenzt ist, ist eine Gewinnsteigerung auf einer gegebenen Fläche nur durch einen höheren Wirkungsgrad des Moduls möglich. Der höhere Wirkungsgrad führt allerdings zu höheren Kosten und es ist individuell abzuwägen inwieweit diese Maßnahme den Gesamtgewinn erhöht.
Einnahmen
Die Einnahmen errechnen sich grundsätzlich aus:
Stromertrag (in kWh) × Einspeisevergütung (€ je kWh)
Ausgaben
Die Ausgaben bestimmen sich im wesentlichen durch die auf die Laufzeit der Anlage aufzuteilenden Herstellungskosten nebst Zinsen und den Betriebskosten. Die genauen Herstellungskosten ihrer Photovoltaik-Anlage ergeben sich aus unserem Angebot.
Zinsen
Die Finanzierung Ihrer Anlage ist ein weiterer Parameter der Ertragskalkulation. Die jeweils aktuellen Zinssätze gehen in die Kalkulation einer Fremdfinanzierung ein. Die Zinsen für Photovoltaik-Darlehen bestimmen sich in der Regel nach den aktuellen Kfw-Zinssätzen oder den etwas günstigeren Hypothekendarlehen. Bei einer 100%tigen Eigenkapitalfinanzierung ist ein kalkulatorischer Zins anzusetzen.
Betriebskosten
Für Instandhaltungskosten werden mit rund 0,5 des Nettoanlagenpreises p.a. eingerechnet. Für die ersten Jahre des Anlagenbetriebes entstehen in der Regel keine oder nur sehr geringe Kosten. Mögliche Mängel der Anlagenkomponenten sind durch eine 5-10-jährige Herstellergarantie während dieser Zeit abgedeckt. Rechnerisch wird in diesen Betriebsjahren eine Rückstellung für mögliche Instandhaltungskosten gebildet.
Versicherungsgebühren
Die Betriebskosten setzen sich aus Versicherungs - und Instandhaltungskosten zusammen und gehen jährlich mit 0,5-1% in die Kalkulation ein. Die Versicherungsprämie beträgt dabei rund 0,2% vom Nettoanlagenpreis p.a.
Photovoltaik Rendite
Die Renditeberechnung einer Photovoltaik-Anlage kann auf verschiedene Weise erfolgen. Grundlage ist stehts der sich ergebende Gewinn, der ins Verhältnis zur Investition gesetzt wird.
Sicherheit der Investition
Die Renditen einer Photovoltaik-Anlage sind auch hinsichtlich ihrer Sicherheit höchst attraktiv. Sie sind unabhängig von konjunkturellen Entwicklungen, da staatlich garantiert. Erschütterungen an den Kapitalmärkten berühren nicht die Rendite einer PV-Anlage. Umweltbedingte Ertragsausfälle sind ebenso versichert wie Sabotage oder Fehlbedienungen.
Diese Faktoren sind bei der Renditebeurteilung mit ins Kalkül zu ziehen.
Renditen
Die Eigenkapitalrendite steigt in Gewinnsituationen (Einnahmen > Ausgaben) mit zunehmenden Fremdkapitalanteil des Investments und kann Werte von über 100% erreichen. Der sogenannte Leverage-Effekt ist gerade für Investitionen in eine Photovoltaik-Anlage ideal nutzbar, da die Erträge sehr gut prognostiziert werden können und das Risiko daher minimal ist.
Die Fremdkapitalrendite gibt Aufschluss über die Verzinsung des investierten Fremdkapitals. Als Kenngröße für die Beurteilung der Rentabilität einer Photovoltaik-Anlage ist sie ungeeignet.
Die Gesamtkapitalrendite gibt einen Überblick über die Verzinsung der gesamten Investition. Als Kennzahl für die Beurteilung der Rentabilität ihrer PV-Anlage ist Sie bereits gut geeignet, wenngleich der Kapitalrückfluss aus der Investition unberücksichtigt bleibt.
Eine Gesamtkapitalrendite von gut 10% ist möglich. Größere PV-Anlagen ermöglichen Anfangsrenditen von weit über 10 %.
Eine für Investitionsentscheidungen relevante Kennzahl ist der interne Zinsfuß. Der interne Zinsfuß berücksichtigt neben der Höhe der Erträge den Zeitpunkt ihres Zuflusses. Ein bereits im ersten Jahr erwirtschafteter Euro ist mehr wert als der in 20 Jahren zufließende Euro.
Wichtig für den Betreiber einer PV-Anlage ist in diesem Zusammenhang, das der interne Zinsfuß über den Fremdkapitalzinsen liegt, da die Investition ansonsten negativ wäre (bei 100% Fremdfinanzierung).
Für größere Photovoltaik-Anlagen liegt der interne Zinsfuß bei über 7%.